Kurz- und Langschläfer

Wie lange wir schlafen müssen, ist individuell unterschiedlich. Überlässt man Menschen ihrem natürlichen Rhythmus, dann pendeln sich einige bei zwölf Stunden Schlaf ein, andere bei nur vier.

Taktgeber des Schlafes

Wann es Zeit ist, zu wachen oder zu schlafen, weiß der Körper auch ohne Weckuhr. Ob wir wach oder schläfrig sind, ist einerseits davon abhängig, wann wir zum letzten Mal geschlafen haben. Wachsein führt zu Müdigkeit. Als zusätzlicher Taktgeber fungieren biologische Rhythmen – die sprichwörtliche innere Uhr. Wie nahezu alle Tiere und Pflanzen folgt der Mensch natürlichen Zyklen, die sogar dann weiterticken, wenn äußere Reize fehlen. Mit der zeitlichen Organisation organischer Systeme befasst sich die Chronobiologie. Dieser Wissenschaftszweig erforscht unter anderem, wie die inneren Uhren die Abläufe im Körper beeinflussen und was passiert, wenn diese Vorgänge gestört werden.

Die Phasen des Schlafes

Aus eigener Erfahrung weiß jeder, dass der Schlaf aus vielen aufeinanderfolgenden Phasen besteht. Welchem Rhythmus die aufeinanderfolgenden Phasen folgen und wie diese zusammenspielen, ist heute gut erforscht.

Wie schlafen Tiere?

Licht und Dunkelheit, strahlender Tag und finstere Nacht beleuchten und überschatten das Tierreich in regelmäßiger, ununterbrochener Folge. Dem periodischen Wechselgang von Beleuchtung und Verdunkelung entspricht im Leben höher organisierter Tiere eine ebenso rhythmische Folge tiefer Ruhe und aktiver Bewegung.

Kulturelle Eigenarten

Schlafen ist universell menschlich. Auf der ganzen Welt werden Angehörige unserer Spezies müde und begeben sich zur Ruhe. In jedem Kulturkreis gibt es Anlässe und Zeiten, in denen es sozial akzeptiert ist, ein Schläfchen zu machen, und andere, wo man üblicherweise wach ist. Und doch gibt es im interkulturellen Vergleich größere Unterschiede, als man gemeinhin annimmt.

Historische Betrachtungen

Das Phänomen des Schlafes hat Menschen zu allen Zeiten fasziniert und zum Nachdenken angeregt. Nicht nur die Vorstellung, was denn der Schlaf eigentlich sei, hat sich im Laufe der Geschichte verändert. Ebenso wandelte sich die Art und Weise, wie man schlief, die Örtlichkeiten wo man schlief sowie die Dauer der Ruheperioden.

Warum träumen wir?

Träume und die Entschlüsselung ihrer Bedeutung haben schon immer die Fantasie der Menschen angeregt. Das Spektrum der Gefühle, die Träume in uns auslösen, reicht von Anregung und Inspiration bis hin zu Angst und Schrecken. Die Gesetze der Physik sind im Traum belanglos. Wir können uns in längst vergangenen Situationen wiederfinden, oder in der Gestalt einer anderen Person. In einigen Träumen schweben oder fliegen wir. In manchen erleben wir Szenen mit erotischem Inhalt.

Schlank im Schlaf

Abnehmen im Schlaf – klingt eigenartig, aber es funktioniert. Dauer und Qualität der Ruhezeiten haben einen direkten Zusammenhang mit dem Körpergewicht. Doch nicht nur das: Menschen, die zu wenig schlafen, haben ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und Stoffwechselstörungen. Wer ständig Gewichtsprobleme hat, sollte in Erwägung ziehen, dass es an auch an den Schlafgewohnheiten liegen könnte.

Gesund im Schlaf

Krankheiten machen müde, abgespannt, kraftlos und matt. Jeder, der schon einmal eine Grippe hatte, kennt das Gefühl. Oft halten Müdigkeit und Schwäche wochenlang an. Es hat den Anschein, dass das Immunsystem den Körper bei schweren Erkrankungen zum Schlafen zwingt. Die körperlichen Abwehrkräfte stehen in engem Zusammenhang mit Dauer und Qualität des Schlafes.

Kann man im Schlaf lernen?

Viele Schüler und Studenten schwören darauf: Inhalte, die man kurz vor dem Schlafengehen gelernt hat, bleiben besser im Gedächtnis erhalten. Psychiater bestätigen diese These. Der Lernprozess setzt sich im Schlaf fort.

Warum schlafen wir?

Warum müssen wir schlafen? Die Somnologen – das sind jene Wissenschaftler, die mit Schlafforschung und Schlafmedizin befasst sind – haben darauf keine Antwort. Fest steht nur, dass der Schlaf für Mensch und Tier zur Selbsterhaltung notwendig ist.

Was ist Schlaf eigentlich?

Schlaf hat viele Zwecke. Er ist ein maßgeblicher Faktor für die physische und psychische Gesundheit. Fehlt er, ist eine rapide Abnahme der Leistungsfähigkeit die Folge. Im Schlummer erholen wir uns. Eine erholsame Nachtruhe verbessert das Aussehen und die Figur. Sie fördert Lernfähigkeit, Gedächtnis, Fantasie und Kreativität.